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' Thukydides gehörte seinem- Geschlecht-nach zu denen, -welche- in Athen höchst angesehen waren, und da er schon vor Abfassung seiner Gefchichte-für sehr beredt galt, so wurde er an die Spitze der Staats, geschäfte gestellt ^). Den ersten Beweis seinerZeredtfamkeit gab er bei folgender-Gelegenheit. Ein Bürger, Namens Pyrilampes, hatte einen befreundeten Mann, in den er selbst verliebt war, aus irgend einem Grunde der Eifersucht getödtet, und als dieser Prozeß vor dem Areopag verhandelt wurde, zeigte er (Thukydides) seine hohe Weisheit, indem er.den Pyrilampes vertheidigte und, trotzdem Perikles, dessen Ankläger war, seine Freisprechung durchsetzte; deßhalb wählten ihn denn auch die Athener zum Feldherrn, und danach trat er an die Spitze-des Volkes. In der Leitung der Staatsgeschäfte aber wurde er hochmüthig, und dieß,-- wie seine Habgier, waren die Ursache, daß er nicht längere Zeit an der Spitze des Volkes blieb. Zuerst nämlich wurde er von Xenokritos, als er von seiner Abwesenheit in Sybaris nach Athen zurückkehrte, der Bestechung eines Gerichtshofes angeklagt, und da er sich dieser Anklagedurch die Flucht entzog, für schuldig erklärt; später aber wurde er durch das Scherbengericht auf zehn Jahre verbannt, und diese Verbannung brachte er in Aegina zu, wo er auch sein Geschichtswerk abgefaßt haben soll. Und hier soll sich auch seine Geldgier aus's Stärkste gezeigt haben, indem er sämmtliche Aegineten durch seinen Geldwucher von Haus und Hof brachte.