Inzwischen langten die dreißig athenischen Schiffe an der thrakischen Küste an und fanden Potidäa und die anderen Orte bereits abgefallen. Die Feldherren hielten es aber nicht für möglich, mit den vorhandenen Kräften den Krieg zugleich gegen Perdikkas und die abgefallenen Orte zu führen. Sie wandten sich deshalb nach Makedonien, wo sie landeten und in Gemeinschaft mit Philipp und Derdas'Brüdern, die mit ihren Scharen aus dem Inneren nach Makedonien eingefallen waren, die Feindseligkeiten eröffneten.
Jetzt aber, wo Potidäa abgefallen und die athenische Flotte in den makedonishcen Gewässern erschienen war, wurden die Korinther um die Stadt denn doch besorgt, und da sie darin auch eine Gefahr für sich selbst erblickten, schickten auch sie Truppen dahin, teils korinthische Freiwillige, teils Ge worbene aus den übrigen peloponnesischen Staaten, im ganzen sechzehnhundert Hopliten und vierhundert Leichtbewaffnete. Den Oberbefehl führte Aristeus, Adeimantos' Sohn, und be sonders ihm zuliebe, der von jeher ein guter Freund der Poti däer gewesen, hatten die meisten Freiwilligen aus Korinth sich gemeldet. Vierzig Tage nach dem Abfall von Potidäa kamen sie an der thrakischen Küste an.