Unmittelbar darauf, als Derkylidas zu Lande von Milet am Hellespont eingetroffen war, ging Abydos zu ihm und Pharnabazos über und zwei Tage nachher auch Lampsakos. Auf die Nachricht davon brach Strombichides unverzüglich mit vierundzwanzig Schiffen, darunter auch einer Anzahl Transport schiffen mit schwerem Fußvolk an Bord, von Chios dahin auf, besiegte die Einwohner von Lampsakos, die sich ihm entgegen stellten, und nahm ihre unbefestigte Stadt auch gleich mit Sturm. Die fahrende Habe ließ er plündern und die Sklaven als Beute wegführen, die Freien aber in der Stadt wohnen. Darauf zog er weiter nach Abydos. Da es sich nicht frei willig ergab und er es nicht mit Sturm nehmen konnte, fuhr er von Abydos hinüber nach Sestos, der Stadt am Chersones, wo sich die Perser seinerzeit behauptet hatten, und legte eine Besatzung hinein, um den ganzen Chersones in Schach zu halten.
Inzwischen aber hatten die Chier und die Peloponnesier in Milet zur See freiere Hand gewonnen, und Astyochos glaubte wieder etwas wagen zu können, als er die Nachricht von der Seeschlacht erhielt und hörte, daß Strombichides mit der Flotte abgezogen sei. Er fuhr mit zwei Schiffen hinüber nach Chios, um auch die dort befindlichen Schiffe erst abzu holen, und unternahm darauf mit der ganzen Flotte einen Zug nach Samos. Da jedoch die Athener, die sich untereinander nicht trauten, nicht zur Schlacht herauskamen, kehrte er wieder nach Milet zurück.