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Melier: „Doch; grade dieser Denkart wegen rechnen nnr um so fester darauf, daß sie um ihres eigenen Vorteils willen sich hüten werden, ihren Feinden zu Gefallen das Ver trauen ihrer Freunde in Griechenland dadurch zu vershcerzen, daß sie uns Melier, ihr Pflanzvolk, im Stiche lassen.'
Athener: „Ihr glaubt also nicht, daß Vorteil auf Sicher heit sieht, eine ehrliche und anständige Politik aber Gefahren mit sich bringen kann. Die Lakedämonier sind im allgemeinen wenig geneigt, sich auf Gefahren einzulassen."
Melier: „Wir glauben aber, daß sie sich für uns um so lieber und unbedenklicher als für andere Gefahren aus setzen werden, da wir ihnen im Peloponnes so nahe vor der Tür liegen, und sie bei unseren verwandtschaftlichen Gesin nungen auf uns sicherer als auf andere zählen können."
Athener: „Wer einem anderen im Kriege zu Hilfe kommen soll, verläßt sich aber nicht auf Gesinnungen, die dieser ihm entgegenbringt, sondern auf die wirklichen Macht- mittel, die er in die Wagschale werfen kann. Und grade die Lakedämonier sehen darauf noch mehr als andere. We nigstens führen sie ihre auswärtigen Kriege aus Mißtrauen in ihre eigene Macht nie ohne zahlreiche Bundesgenossen. ES ist also nicht wahrscheinlich, daß sie bei unserer Übermacht zur See hier nach der Insel herüberkommen werden."