In dem folgenden Winter kam es zum Kampfe zwischen den Herakleoten in der Trachinischen Landschaft und den Aenianen und Dolopern und Meliern und andern Thessalern. Denn diese Nachbarstämme waren der Stadt feindlich, da die Befestigung des Platzes nur gegen ihr Gebiet gerichtet war. Schon sogleich nach Gründung der Stadt hatten sie sich gegen dieselbe feindselig gezeigt, indem sie ihr Schaden zufügten, wo sie nur konnten; und damals besiegten sie in der Schlackt die Herakleoten, und auch Xenares, des Knidis Sohn, der Lakedämonische Befehlshaber der Stadt, fiel und mit ihm viele andere Herakleoten. So ging der Winter und mit ihm das zwölfte Jahr dieses Krieges zu Ende.
419 v. Chr. Im folgenden Sommer, gleich zu Anfang, übernahmen die Böoter Heraklea, das durch diese Niederlage sehr herabgekommen war, und schickten den Lakedämonier Hegesippidas, weil er sein Befehlshaöeramt schlecht verwaltet hatte, weg. Sie übernahmen den Platz aber deßhalb, weil sie bei der gefährdeten Stellung der Lakedämonier im Peloponnes befürchteten, die Athener möchten ihn vorweg nehmen. Gleichwohl nahmen ihnen die Lakedämonier dieß übel auf.