421 v. Chr. Nach dem Friedensvertrage und dem Waffenbunde der Lakedämonier und der Athener, welche zu Ende des zehnjährigen Krieges abgeschlossen worden waren, als Pleistolas Ephore in Lakedämon und Alkäos Archon in Athen war, herrschte zwar Friede zwischen denen, welche denselben angenommen hatten, die Korinthier aber und einige peloponnesifche Städte suchten den Vertrag zu erschüttern, und bald ergab sich auch noch weiteres Zerwürfniß zwischen Lakedämon und seinen Bundesgenossen. Aber auch den Athenern wurden die Lakedämonier im Verlaufe der Zeit verdächtig, denn sie erfüllten in einigen Punkten nicht, was vereinbart worden war. Sechs Jahre zwar und zehn Monate enthielten sie sich feindlicher Einfälle in das gegenseitige Gebiet, auswärts aber fügten sie sich unter trügerischer Waffenruhe einander großen Schaden zu, und später wurden sie dann genöthigt, den nach dem zehnjährigen Kampf geschlossenen Vertrag zu lösen und den offenen Krieg von Neuem zu beginnen.