Die Muße dieser Verbannung benutzte er, um den nöthigen Stoff zu seinem Geschichtswerke zu sammeln, wohl auch schon zur völligen Ausarbeitung einzelner Theile desselben. Die letzte Üeberarbeitnng kann es aber erst nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt erhalten haben, die im I. ^04 v. Chr. in Folge eines besonderen Nückberufnngsbeschlusses stattfand. Er lebte wohl noch bis 396 v. Chr., wo ihn — wahrscheinlich zu Skapte Hyle — die Hand eines Mörders traf. Leider war damals sein Werk noch unvollendet, denn wie es uns vorliegt, umfaßt es nur die ein und zwanzig ersten Kriegsjahre. Das achte und letzte Buch ist weniger ausgearbeitet, als die früheren, weßhalb von Einigen seine Tochter als Verfasserin desselben angesehen ward"). *) Die griechischen Nachrichten über Thnkydides stehen verdeutscht am Schluß des II. Bandes. Man vergleiche: K.W. Krüger, Untersuchungen über das Leben des Thnk., Berlin 1832, nnd: Epikritischer Nachtrag zn den Untersuch.
Einleitung. Kap. 1—23. Große Bedeutung des peloponnesishcen Krieges 1. — Aelteste Zustände der Hellenen und Fortschritt zur Cultur 2-8. — Trojanischer Krieg und seine Folgen 9—12. — Aufschwung des Seewesens 13. 14. — Landkriege 15. — Die Perser kommen auf. Kyros und Dareios 16. — Tyrannen in Hellas 17. — Perserkriege 18. — Verhältniß zwischen Sparta und Athen 19. — Mängel der früheren Geschichtschreibung und besonderer Charakter dieses Werkes 20—22. — Wichtigkeit und Hauptursache dieses Krieges 23.