Als die Lakedämonier, die grade ein Fest feierten, davon hörten, meinten sie, die Sache habe nichts zu bedeuten; wenn sie vor Pylos erschienen, würden die Athener entweder gar nicht standhalten oder leicht von ihnen überwältigt werden können. Vorerst aber waren ihnen auch die Hände einiger maßen dadurch gebunden, daß ihr Heer noch in Attika stand. Nachdem die Athener den Platz auf der Landseite und wo es sonst am nötigsten war, in sechs Tagen befestigt hatten, ließen sie Demotshenes mit fünf Schiffen dort als Besatzung zurück und fuhren mit dem größten Teil der Flotte schleunig weiter nach Kerkyra und Sizilien.
Als die Peloponnesier in Attika die Nachricht von der Einnahme von Pylos erhielten, zogen sie eiligst wieder ab. König Agis und die Lakedämonier erblickten nämlich in den Vorgängen bei Pylos eine unmittelbare Gefahr für ihr eigenes Land. Überdies fehlte es, da sie früh im Jahre eingefallen waren und die Ernte noch auf dem Halm stand, an Lebens mitteln für das Heer, das unter der für die Jahreszeit un gewöhnlich rauhen Witterung zu leiden hatte. So wirkten mancherlei Gründe zusammen, daß sie so schnell wieder ab zogen und dieser Einfall der kürzeste wurde. Denn sie waren nur fünfzehn Tage in Attika geblieben.