Die Athener, denen der Mut gewachsen war, weil die Mytilener nicht herauskamen, zogen nun Bundesgenossen heran, die um so bereitwilliger erschienen, da die Mytilener anscheinend keine großen Helden waren. Sie schlossen die Stadt jetzt auch auf der Südseite mit ihren Schiffen ein, legten zwei befestigte Lager an, auf jeder Seite der Stadt eins, und sperrten mit ihrer Flotte die Einfahrt beider Häfen. Damit schnitten sie die Mytilener allerdings von der See ab, dagegen waren diese und die inzwischen zu ihnen gestoßenen übrigen Lesbier nach wie vor Herren der Landseite. Selbst in der nächsten Um gebung ihrer Lager reichte die Macht der Athener nicht weit, und ihr Hauptstandort für ihre Schiffe und die Zufuhren blieb Malea. So verlief der Krieg bei Mytilene.