Als nun nicht lange danach die Athener auf ihren Schiffen kamen und dieß sahen, so ließen deren Befehlshaber jenen zu wissen thun, was ihnen besohlen sei, und da die Mytilenäer kein Gehör gaben , so schickten sie sich an die Feindseligkeiten zu beginnen. Nun wagten zwar die Mytilenäer, ungerüstet wie sie waren, nnd ganz wider Erwarten zum Kriege gezwungen, mit ihren Schiffen eine kurze Strecke weit aus dem Hasen herauszufahren wie zur Seeschlacht/ da sie aber von den athenischen Schiffen zurückgejagt wurden, so erboten sie sich gegen die Feldherrn zu Unterhandlungen, mit' dem Gedanken sich womöglich die Schiffe durch einen glimpflichen Vergleich für jetzt vom Halse zu schaffen. Die Athenischen Befehlshaber waren dazu auch willig, da sie selbst sich nicht im Stande glaubten, den Kampf mit ganz Lesbos aufzunehmen. Nachdem so eine Waffenruhe zu Stande gekommen war, schickten die Mytilenäer Gesandte nach Athen, nnd darunter neben andern auch einen ihrer Ankläger, der seinen hatten die Lesbier noch zwei größere Feste: das der Artemis Thermia, d. i. der Schutzgöttin der warmen Quellen, und das des Apollo Maloeis, welches angeblich so genannt wurde, weil es durch Malos, einen Enkel des Teiresws, eingeführt worden sei. Der Ort, wo das Fest gefeiert wurde, hieß ebenfalls Maloeis; siehe weiter unten. Schritt jetzt schon bereute. Die sollten die Athener bereden, ihre 428 v. Chr. Schiffe zurückzuziehen, da sie selbst keinerlei Neuerungen im Sinne hätten.