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Ἱστορίαι Thucydides

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Ich habe versucht, das Geschichtswerk des Thukydides in heutiges Deutsch zu übersetzen in der Weise, wie es der vortrefflichen Heilmannschen Übersetzung (Lemgo 1760) in der Sprache ihrer Zeit gelungen war. Sollte der geehrte Leser die Sprache nicht so fließend sinden, wie wir sie in guten deutschen Büchern gewohnt sind, so bitte ich ihn zu bedenken, daß er eben eine Übersetzung vor sich hat, und daß der Übersetzer bei aller Freiheit, die er sich im einzelnen gestatten darf, in der Hauptsache denn doch an die Eigenart des fremden Idioms gebunden bleibt. Dazu die Hindernisse, welche die vielfach unverdeutschbaren militärischen und politischen Bezeichnungen des Altertums auf Schritt und Tritt bereiten. Eine gewisse Schwierigkeit bildet die Wiedergabe der Orts- und Eigennamen. Noch Ranke wählte in seiner Weltgeschichte bei den bekannteren Namen die Form, in der sie durch die Vermittelung der lateini­ schen Literatur auf uns gekommen sind. Neuerdings ist es mehr und mehr üblich geworden, sich an die ursprüngliche griechische Form zu halten. Einen Zimon oder Pisistratus kann man in der Übersetzung eines griechischen Schriftstellers dem Leser nicht wohl mehr bieten, und ich habe deshalb im allgemeinen die griechischen Namen in der bei uns hergebrachten Aussprache beibehalten. Indessen wird man darin doch nicht so weit gehen dürfen, wie es jetzt in philologischen Fachschriften hin und wieder geschieht. ES gibt eine Anzahl Namen, bei denen uns die latinisierte Form nun einmal sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist. DaS gewohnte Troja, Delphi, Platää, die Thebaner, Lakedämonier usw. würde sich die Mehrzahl der Leser ungern nehmen lassen. Eine feste Grenze freilich gibt eS in dieser Hinsicht nicht. ES ist schließlich Geschmackssache, wie man sie ziehen will. So schien eS mir daS beste, im Zweifel zu schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen war. Bei den alteingebürgerten deutschen Namen wie Homer, Korinth, Ägypten usw. hatte eS selbstvertsändlich zu bewenden.
 
Furcht Spartas vor der wachsenden Macht Athens bezeichnet Thukydides als die Ursache des Peloponnefischen Krieges. Wir verstehen heute, was das sagen will. Aber auch sonst gibt der Peloponnesische Krieg, in dem sich Griechenland politisch ver­ blutete, Anlaß zu Vergleichungen mit dem gegenwärtigen Welt­ kriege. Die Betrachtungen, welche Thukydides in seinen Reden den handelnden Personen in den Mund legt, erscheinen unS manchmal wie für die Gegenwart geschrieben. Und wenn er sein Werk mit Recht ein Buch für immer nennt, so können wir es noch in einem ganz besonderen Sinne ein Buch für heute nennen. Unter diesen Umständen dürfte eine Übersetzung grade jetzt wohl angebracht und willkommen sein.
 
Hildesheim, im Mai 1917
 
v. Dr. Th. Braun
 
Jhukydides, der Geschichtschreiber des Peloponnesischen Krieges, wurde etwa um 460 v. Ch. zu Athen geboren. Er war der Sohn des Oleros (I V104) und der Hegesipyle, welche, wie auch der Vater, einem alten thrakischen Königsgeschlechte angehörte, und durch die er mit dem Hause des Miltiades zu­ sammenhing. Über seinen Bildungsgang fehlt es an zuver­ lässigen Nachrichten; wahrscheinlich sind der damals in Athen tätige Philosoph Anaxagoras aus Klazomenai und der von ihm Buch Vlll Kap. 68 erwähnte Redner Antiphon seine Lehrer gewesen. Thukydides war athenischer Bürger und als Besitzer von Goldbergwerken im thrakischen Küstenlande in jener Gegend ein einflußreicher Mann. Er durchlebte den ganzen Krieg und wurde im zweiten Kriegsjahre (430) Augenzeuge der damals in Athen auftretenden furchtbaren Pest, an der er selbst er­ krankte, der er aber nicht erlag. Im achten Kriegsjahre (424) war er Feldherr und befehligte ein athenisches Geschwader bei Thasos an der thrakischen Küste. Von der athenischen Partei in dem damals durch den Lakedämonier Brasidas bedrohten Amphipolis zu Hilfe gerufen, kam er zu spät, um den Verlust der Stadt selbst abzuwenden, doch gelang eS ihm, wenigstens den Hafenplatz Eion zu retten (IV 104, 106, 107). Infolge­ dessen mußte er in die Verbannung gehen und zwanzig Jahre außer Landes leben. Dadurch fand er Gelegenheit, sich die Dinge auch auf peloponnesischer Seite anzusehen und sich ein unbefangenes Urteil über die Verhältnisse hüben und drüben zu bilden (V 26). Im Jahre 404 wurde er aus der Verbannung zurück-gerufen und kehrte nach Athen zurück. Er starb wenige Jahre nach Beendigung des Krieges, angeblich durch Mörder­ hand, und seine Asche wurde in der Kimonischen Familiengruft in Athen beigesetzt.
 
Gleich bei Beginn des Krieges faßte er den Plan, dessen Ge­ schichte zu schreiben, und machte sich damit an die Arbeit (l 1). Über die Zeit der Entstehung der einzelnen Teile deS Werkes sind die Ansichten geteilt, und eS würde zu weit führen, darauf hier näher einzugehen. Anscheinend ist es zum Teil schon im Laufe des Krieges, zum Teil erst nach dessen Beendigung von ihm verfaßt worden. Nach einer geschichtlichen Einleitung im ersten Buche behandelt das zweite, dritte, vierte und fünfte Buch bis Kapitel 20 den ersten, zehnjährigen Krieg, daS fünfte, sechste und siebente die Zwischenzeit vom sogenannten Frieden des Nikias (421) bis zum Ausgange des Sizilischen Feldzuges (413), das achte, nur bis zum Jahre 411 vollendete, die Geschichte des sogenannten Dekeleiischen Krieges (413—401). Die Ereig­ nisse werden darin annalistisch, Jahr für Jahr, nach Sommer und Winter erzählt. Mit dem einundzwanzigsten Kriegsjahre bricht das Werk ab. Die Einteilung in Bücher rührt nicht von Thukydides selbst her, sondern stammt wahrscheinlich von einem alexandrinischen Gelehrten.
 
In alter Zeit war es lediglich die Dichtung, welche die Er­ eignisse der Vergangenheit der Nachwelt überlieferte. Im sechsten Jahrhundert aber begannen die ionische« Logo­ graphen Nachrichten darüber zu sammeln und sie in Prosa aufzuzeichnen. Nach dem Perserkriege verfaßte dann Herodot, „der Vater der Geschichte", das erste wirkliche Geschichts­ werk. In dem dorischen Halikarnaß um 500 geboren, ge­ storben wohl 424 in Tburioi in Italien, schreibt auch er noch in ionischer Mundart und erzählt in naiv-liebenswürdiger Weise mit epischer Breite von Menschen und Dingen. Aber erst mit seinem Nachfolger, dem attischen Thukydides, beginnt in Griechenland eine streng wissenshcaftliche kritische Historio­ graphie.
 
Thukydides teilt den alten Götterglauben nicht mehr, aber er glaubt an eine über den menschlichen Dingen waltende höhere Macht, die Tyche, wie er sie nennt, und das will doch sagen: an eine göttliche Vorsehung (ll 64). Den Orakeln gegenüber verhält er sich skeptisch, und an den Einfluß von Erdbeben, Mondfintsernissen und dergleichen auf den Gang der Ereig­ nisse glaubt er nicht. „Er erblickt daS historische Motiv in der Beschaffenheit der Menschennatur. Der Mensch selbst, besonders in seinen Lastern und Leiden, ist der Mittelpunkt seiner Geschichte." Er geht den Dingen sorgfältig auf den Grund und befleißigt sich strenger Wahrhaftigkeit. Thukydides, nicht zu verwehcseln mit dem gleichnamigen, I 117 erwähnten Gegner des Perikles, ist Aristokrat, aber kein eng­ herziger Parteimann. Er bewundert Perikles, preist die Größe und Blüte Athens unter seiner Verwaltung und beklagt die spätere Ausartung der Demokratie und daS verderbliche dema­ gogische Treiben seiner Nachfolger. Aber die oligarchische Herrschaft in Athen (411) ist nicht nach seinem Sinne, und er erklärt die nach deren Sturz erfolgte, auf eine vernünftige Mischung von Oligarchie und Demokratie hinauskommende Staatsveränderung für die wohlerwogenste, welche bei seinen Lebzeiten eingeführt sei (Vlll 97). Die Härte der Herrschaft der Athener und die Rücksichtslosigkeit ihrer Machtpolitik ver­ kennt er nicht, nimmt aber, wie seine Zeitgenossen überhaupt, daran keinen Anstoß, überzeugt, daß es nun eben unter Menschen nicht anders zugehe, und daß es die Lakedämonier jedenfalls nicht besser machen würden.
 
Die der Erzählung eingefügten Reden sind, vielleicht mit einigen Ausnahmen, keine Geschichte, sondern von ihm selbst verfaßte rhetorische Kunstwerke, in denen er die jeweilige Situation beleuchtet und seine Ansichten als Historiker meisterhaft ent­ wickelt. Darum haben sie auch in der Form nichts Indivi­ duelles. „Die Ansichten des Historikers treten selbst als Historie auf. Thukydides war zugleich Redner und Geschichtschreiber. Seine Erzählung ist von aller Rhetorik frei, diese aber feiert in den Reden ihre großen Triumphe" (Ranke). Die ganze Geschichtschreibung des Altertums ist hierin bekanntlich auf seinen Bahnen gewandelt. 5
 
Werfen wir schließlich einen Blick auf die Schreibweise des Thukydides, so steht diese formal nicht auf gleicher Höhe mit dem Inhalt seines Werkes. Die mit Hilfe der griechischen Partizipialkonstruktionen mögliche Zusammenschachtelung ver­ schiedener Gedankenreihen in denselben Satz ershcwert nicht selten das Verständnis, und die den Hauptsachen so vielfach angehängten Relativ- und Nachsätze dienen nach unserem Ge­ fühl dazu, deren unmittelbare Wirkung abzuschwächen. Zudem gestattet er sich in syntaktischer Hinsicht Freiheiten, um nicht zu sagen Nachläsisgkeiten, wie sie sich wenigstens der gebildete Deutsche selbst in mündlicher Rede nicht erlauben darf. Je höher wir den Wert des unsterblichen Werkes einschätzen und je mehr wir dem Verfasser unsere Bewunderung zollen, um so weniger haben wir Ursache, vor gewissen, doch auch ihm anhaftenden Schwächen die Augen zu verschließen. Eben diese aber machen es ihm möglich, so kurz und knapp zu schreiben, wie eS einer deutschen Übersetzung niemals gelingen wird.
 
Erstes Buch
 
Vorwort Man. 4). Älteste Zustande in Griechenland (2-8). Trojanischer Krieg (9-44). Zustände nach dem Trojanischen Kriege. Kolonien. Seefahrt. Landkriege (42-45). Vordringen der persischen Macht (46). Tyrannen in den griechischen Städten (17). Perserknege. Gegensatz zwischen Athen und Sparta (48, 49). Methode der Geschichtschreibung und Quellenforschung. Die Reden (80—22). Wichtigkeit, Ursache und Veranlassung des Pelo­ ponnesischen Krieges (23).
 
Epidamn os. Krieg zwischen Korinth und Kerkyra, das sich um Hilfe nach Athen wendet (L4-34). Rede der Kerkyräer in Athen (32-36). Gegenrede der Korinther (37—43). Die Athener schließen ein Schutzbündnis mit Kerkyra und schicken ihre Schiffe zu Hilfe (44, 45). Die beiden Flotten (4S-48). Seeschlacht bei Sybota und deren Folgen (49-55). 432 v. Ch.
 
Potidäa. Es fallt von den Athenern ab und erhalt Hilfe von Korinth. König Perdikkas von Makedonien. Kämpfe bei Potidäa, das von den Arbeitern eingeschlossen und belagert wird (56-K6).
 
Versammlung der Bundesgenossen in Sparta (67). Rede der Korinther, die zum Kriege gegen Athen Hetzen (68-70), der athenischen Gesandten (74—78), des Königs Archidamos (79-85) und des Ephoren Stenelaidas (86). Die Lakedämonier beschließen den Krieg (87). Die Furcht Spartas vor der wachsenden Macht Athens ist die Ursache des Krieges (88). 5
 
Anwahcsen der athenischen Macht. Die Spartaner ziehen sich vom Perserkriege zurück, den die Athener fortsetzen. Eifersucht Spartas. Wieder­ aufbau der Mauern von Athen. Themistokles. Befestigung des Peiraieus (89-93). Pausanias als Oberfeldherr der Griechen zieht nach Cypern und Byzanz, das er erobert (94). Der Oberbefehl über die durch sein herrisches Auftreten erbitterten Bundesgenossen geht auf die Athener über (95, 96). Hegemonie der Athener (97). Deren glückliche Unteniehmungen gegen Eton, Skyros, Thasos und Naxos (98). Ihr Verhalten gegen die Bundes­ genossen (99). Sieg der Griechen unter Kimon am Eurymedon. Thasos 466 v. Ch. und Thrakien (400). Dritter Messenischer Krieg. Megara tritt dem Athenischen Bunde bei (404-403). Athener in Ägypten. Inaros (404). 459 v. Ch. Krieg mit Korinth und Agina (405, 406). Bau der langen Mauern (407). Spartaner in Böotien. Schlacht bei Tanagra (407, 408). Unglücklicher 457 v. Ch. Ausgang des Feldzugs in Ägypten (409, um. Unternehmungen der Athener 455 v. Ch. nach -Thessalien, dem Peloponues, Cypern, Böotien — Niederlage der Athener bei Koronaia — und nach Euboia. Einfall der Peloponnesier unter Pleistoanax 447 v. Ch nach Attika (111-114). Dreißigjähriger Friede zwischen Athen 445 v. Ch. und Sparta (445).
 
Samos fällt ab und wird von Perikles unterworfen (445-447). Eifersucht der Lakedämonier auf die Macht Athens (448).
 
Neue Versammlung der Bundesgenossen m Sparta (449). Rede der Ko­ rinther (420-424). Sämtliche Bundesgenossen beschließenden Krieg (425). Die Spartaner verlangen von den Athenern die Sühne des Kylonischen Frevels (426,487), die Athener dagegen von ihnen die Sühne des beim Tode des Pausanias verübten Frevels gegen die Chalkioikos (128). Verrat und Ende des Pausanias (428-134). Die Spartaner ver­ langen auch die Bestrafung des Themistokles (435). Themistokles. Seine letzten Schicksale und sein Tod (436-438). Weitere Forderungen der Spartaner (43S). Sie werden von den Athenern auf Rat des Perikles — seine Rede (440-444) — abgelehnt. Abbruch der Verhandlungen. Krieg in Sicht (446, im.
 
Zweites Buch
 
431/ 430. v. Ch. . 10
 
Erstes Kriegsjahr (Kap. 4-46)
 
Beginn des Peloponnesischen Krieges (4). Die Thebaner überfallen Platää (S-6). Sparta und Athen rüsten zum Kriege (7, 8). Bundesgenossen beider Teile (S). Die Peloponnesier sammeln sich auf dem Isthmus (40). Ansprache des Königs Archidamos (44). Der Versuch, durch Melesippos nochmals Verhandlungen anzuknüpfen, wird von den Athenern abgewiesen (42). Maß­ regeln und Ratschläge des Perikles. Er beweist den Athenern die Znläng­ lichteit ihrer Hilfsmittel und Streitkräfte (43). Auf seinen Rat ziehen die Athener vom Lande in die Stadt (44). Rückblick auf die älteren Zustände in Attika und die Einrichtungen des Theseus (45). Die Menschenmenge findet in der Stadt nur schwer'ein Unterkommen (46, 47). Erster Ein, fall der Peloponnesier nach Attika unter Archidamos. Sie ver­ wüsten das Land (48-24). Erbitterung darüber gegen Perikles, der aber fest bleibt (22). Ausfallsgefechte. Eine athenische Flotte nach dem Pelo­ ponnes (22, S3). Die Peloponnesier ziehen aus Attika wieder ab (23). Weitere Maßregeln der Athener und ihre Unternehmungen im Peloponnes. Brasidas rettet Merhone (24, 25). Zug der Athener gegen Lokris (26). Vertreibung der Agineten (27). Sonnenfinsternis (28). Bündnis der Athener mit dem Thrakerkönig Sitalkes und König Perdikkas (29). Die Athener erobern Sollion, Astakos und Kephallenia (30), fallen in Megaris ein (34) und besetzen die Insel Atalanta (32). Zug der Korinther nach Astakos (33). Feierliche Bestattung der Gefallenen in Athen (34). Grabrede des Perikles (35-46).
 
430 f. v. Ch.
 
Zweites Kriegsjahr (Kap. 47-70)
 
Pest in Athen (47-54). Zweiter Einfall der Peloponnesier nach Attika (47, 55). Perikles' Seezug gegen den Peloponnes (56). Abzug der Peloponnesier aus Attika (57). Die Athener senden Ver­ stärkungen nach Potidäa (58). Ihr Unwille gegen Perikles (5S). Straf­ rede des Perikles (60-64). Perikles der große Staatsmann. Richtig­ keit seiner Politik, sein Tod, seine Nachfolger (65). Zug der Lakedämonier gegen Zakynthos (66). Spartanische Gesandte auf der Reise zum Perser- könige werden in Thrakien den Athenern ausgeliefert und in Athen ge­ tötet (67). Feldzug der Amprakier gegen das amphilochische Argos (68). Phormion bei Naupaktos. Melesandros' Fahrt nach Karten und Lykien (69). Potidäa ergibt sich den Athenern (70). 15
 
Drittes Kriegsjahr (Kap. 71-103)
 
429 f. v. Ch. Die Peloponnesier belagern Platää (71-78). Niederlage der Athener bei Spartolos (79). Unternehmungen der Peloponnesier in Akar­ nanien und ihre Niederlage bei Stratos (80-82). Phormion besiegt die peloponnesische Flotte im Ausgange des Korinthischen Meerbusens (83, 84). Vorbereitungen zu einer neuen Schlacht (85, 8K). Ansprache der pelo­ ponnesischen Befehlshaber (87) und Phormions (88, 8S) an die Mannschaft ihrer Flotten. Neue Schlacht, in der die Peloponnesier anfangs siegelt, dann aber von den Athenern geschlagen werden (88-92). Die Peloponnesier versuchen vom Isthmus und Megara aus einen Handstreich gegen den Peiraieus, kommen aber nur bis Salamis, von wo sie sich vor den Athenern wieder zurückziehen (93, 94). Feldzug des Thrakerkönigs Sitalkes gegen Perdikkas (95, us, 98). Das Odrysenreich des Sitalkes (97). Nachrichten über Makedonien (99, 100). Weiterer Verlauf des Feldzugs und Titalkes' Rückzug (101). Phormions Zug nach Akarnanien und seine Rückkehr nach Athen (102, 103).
 
Drittes Buch
 
Viertes Kriegsjahr (Kap- 1—2S)
 
429 f . v.Ch Dritter Einfall der Peloponnesier nach Attika (1). Lesbos mit Ausnahme von Methymna fällt von den Athenern ab; diese schicken eine Flotte nach Mytilene und schließen es von der Seeseite ein (2-6). Gleich­ zeitige Sendung einer Flotte nach dem Peloponnes, Oiniadai und Leukas (7). Gesandte der Mytilener, die sich um Hilfe nach Lakedämon gewandt, finden sich bei den Olympischen Spielen ein (8). Ihre dort gehaltene Rede (9-14). Aufnahme von Lesbos in den Peloponnesischen Bund (15). Eine athenische Flotte geht nach dem Peloponnes (16). Größe der damaligen athenischen Kriegsflotte (17). Kämpfe auf Lesbos (18). Die Athener schicken unter Paches Verstärkungen nach Mytilene (18). Mytilene von der Land- und Seeseite eingeschlossen (18). Erste Kriegssteuer in Athen. Eintreibung von Steuern auch von den Bundesgenossen. Dabei wird Lysikles von den Kariern überfallen und erschlagen (19). Ein Teil der belagerten Platäer schlägt sich durch und gelangt nach Athen (L0-L4). Sendung des Lake­ dämoniers Salaithos nach Mytilene (25). 20
 
Fünftes Kriegsjahr (Kap. S6-88)
 
427 f. v. Ch. Vierter Einfall der Peloponnesier nach Attika unter Kleo­ menes (26). Mytilene ergibt sich den Athenern (27, 28). Die peloponnesische Flotte unter Altides kommt für Mytilene zu spät, geht nach Ionien und von da zurück nach dem Peloponnes (2«, 29-33, 69). Paches verfolgt sie, erobert Notion (33-34) und schickt Salaithos und etwa tausend Mytilener als Gefangene nach Athen (35). Die Athener lassen Salaithos hinrichten und beschließen, alle erwachsenen Mytilener zu töten, bereuen aber ihren Beschluß und verhandeln darüber von neuem (36). Rede Kleons für den ersten Beschluß (37-40). Rede des Diodotos dagegen (41-48). Der Beschluß wird aufgehoben. Nur die von Paches nach Athen geschickten tausend Hauptschuldigen werden hingerichtet, nach Lesbos Kleruchen ge­ sandt (4S. 50). Nikias erobert und befestigt die Insel Minoa bei Megara (St). Platäa ergibt sich den Lakedämonier«. Rede der Platäer (53-58). Gegenrede der Thebaner (60-67). Alle Platäer werden getötet; ein Jahr nachher wird die Stadt gänzlich zerstört (68). Anschlag der Lakedämonier auf Kerkyra (69). Parteikämpfe in Kerkyra (70-75). Eine athenische Flotte unter Nikostratos trifft dort ein (75), bald nachher auch die pelo­ ponnesische Flotte unter Altidas (7k). Es kommt zur Schlackt (77, 78). Beim Erscheinen einer zweiten athenischen Flotte unter Eurymedon ziehen die Peloponnesier von Kerkyra ab (80, 84). Greueltaten in Kerkyra (8i). Infolge der Parteikämpfe in den Städten zunehmende sittliche Verwilderung in Griechenland (82-84). Kerkyräische Flüchtlinge beunruhigen vom Fest« lande aus die Insel. Sie landen dort und erbauen sich auf dem Berge Istone eine Burg (85). Die Athener schicken eine Flotte nach Sizilien (86). Neues Auftreten der Pest in Athen (87"). Zug der Athener in Sizilien nach den Äolischeu Inseln (88).
 
426 f. v. Ch.
 
Sechstes Kriegsjahr (Kap. 8S-tt6)
 
Erdbeben nnd Überschwemmungen (89). Krieg in Sizilien. Der athenische Feldherr Laches erobert Mylai nnd Messene (90). Die Athener schicken eine Flotte nach dem Peloponnes, eine andere nach Melos, wenden sich von da nach Böotien und siegen bei Tanagra (91). Die Lakedämonier gründen die Kolonie Herakleia in Trachis (92, 93). Demosthenes auf Leukas (94). Sein unglücklicher Feldzug gegen die Ätolier (94-98). Athener in Sizilien gegen Lokris (99). Erfolglose Unternehmung der Atolier und des Lake­ dämoniers Eurylochos gegen Naupaktos (101, 102). Weitere Kämpfe in Sizilien (103). Die Athener reinigen Delos (104). Kämpfe in Akarnanien. Siege des Demosthenes dort (505-114). Die Athener schicken Verstärkungen nach Sizilien (115). Ausbruch des Ätna (116). 25
 
Viertes Buch
 
425 f. v. Ch.
 
Siebentes Kriegsjahr (Kap. l-.")!)
 
Syraknser und Lokrer in Messene (i). Fünfter Einfall der Pelo­ ponnesier nach Attika unter Agis (2). Eine athenische Flotte geht nach Kerkyra und Sizilien (2). Demosthenes befestigt Pylos (S-S). Die Peloponnesier ziehen aus Attika ab (6). Die Athener unter Simonides nehmen Eion, können es aber nicht behaupten (7). Weitere Ereignisse bei Pylos (8, 9). Demosthenes' Ansprache an seine Leute (10). Ergebnislose Angriffe der Lakedämonier auf Pylos (11, 12). Sieg der iuzwischen von Zakynthos bei Pylos eingetroffenen athenischen Flotte. Spartaner auf der Insel Sphakteria eingeschlossen (13. 14). Waffenstillstand. Unterdessen gehen lakedämonische Gesandte zu Friedensverhandlungen nach Athen (15, 16). Rede der Gesandten in Athen (17-20). Die Athener gehen, vornehmlich auf Kleons Betreiben, auf die Fried ensvorschläge nicht ein, und die Gesandten reisen wieder ab (21, 22). Wiederaufnahme der Feindseligkeiten bei Pylos (23). Kämpfe in Sizilien (L4, 25). Die Athener bei Pylos leiden Not. Den Lakedämoniern gelingt es, Spbakteria mit Nahrungsmitteln zu versorgen (26). Kleon geht nach Pylos (27, 28). Die Athener landen auf Sphakteria und überwältigen die Besatzung, die sich ge­ fangen gibt. Kleon bringt die Gefangenen von der Insel nach Athen (29-39). Eindruck des Ereignisses in Griechenland (40). Pylos bleibt, nachdem beide Heere von dort abgezogen sind, in den Händen der Athener und wird durch Messenier aus Nanpaktos beseht (4t). Zug der Athener ins Korinthische, Sieg über die Korinther und weitere Landungen im Peloponnes (42-45). In Kerkyra neue Parteikampfe, in welche die Athener auf der Fahrt nach Sizilien eingreifen, und neue Greueltaten (46-48). Athener und Afarnanier bemächtigen sich Anaktorions (4S). Der persische Gesandte Artaphernes wird von den Athenern gefangen (S0). Die Chier schleifen auf Befehl der Athener ihre Stadtmauer (5t).
 
Achtes Kriegsjahr (Kap. S2-116) 30
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