107–108
Am vierten Tage nach der Schlacht gingen die Athener, die ihre Schiffe eilig ausgebessert hatten, von SestoS unter Segel nach Kyzikos, das abgefallen war. Bei Harpagion und Priapos sahen sie die acht Schiffe aus Byzanz dort vor Anker liegen, liefen sie an, schlugen die am Lande befindliche Mann schaft in die Flucht und bemächtigten sich der Schiffe. Als sie dann auch nach Kyzikos kamen, trat die Stadt, unbefestigt wie sie war, wieder zu ihnen über, und den Einwohnern wurde eine Steuer auferlegt.
Unterdessen fuhren auch die Peloponnesier von Abydos nach Elaius und entführten von dort ihre von den Athenern er beuteten, noch brauchbaren Schiffe. Die übrigen hatten die Einwohner verbrannt. Hippokrates und Epikles aber schickten sie nach Euboia, um auch die Schiffe von dort zu holen.
Um dieselbe Zeit kam Alkibiades mit den dreizehn Schiffen von Phaselis und Kaunos wieder in Samos an und berichtete, daß es ihm gelungen sei, die Vereinigung der phönizischen Flotte mit den Peloponnesiern abzuwenden und Tissaphernes noch mehr als bisher auf die Seite der Athener zu bringen. Auch bemannte er zu seinen vorigen Schiffen noch neun andere, trieb damit von den Halikarnasiern eine schwere Kriegssteuer ein und befestigte Kos. Nachdem er das erledigt und in Kos einen Vogt eingesetzt hatte, kehrte er, als es bereits auf den Herbst ging, mit seinen Schiffen nach Samos zurück.