Um die Zeit kam es auch in Samos zu jenem Aufstande, in dem das Volk sich gegen die Adelsherrschaft erhob und von den Athenern unterstützt wurde, die damals mit drei Schiffen dort anwesend waren. Die Demokraten töteten dort im ganzen gegen zweihundert Anhänger der dortigen Adelspartei, schickten vierhundert in die Verbannung, deren Ländereien und Häuser sie unter sich verteilten, und behaupteten seitdem die Herrschaft in der Stadt, der die Athener nunmehr sicher zu sein glaubten ' und ihr Unabhängigkeit zugestanden. Ihren vornehmen Gegnern räumten sie keinerlei Rechte ein, ja selbst Eheschließungen zwischen ihnen und dem Volke wurden verboten.
Die Chier aber bewiesen nach wie vor den größten Eifer. Ohne auf die Peloponnesier zu warten, ershcienen sie haufen weise in den Städten und suchten sie zum Abfall zu bringen, da ihnen daran lag, daß möglichst viele gemeinschaftliche Sache mit ihnen machten. Auch unternahmen sie noch in diesem Sommer mit dreizehn Schiffen einen Zug nach Lesbos, wie es ja auch nach dem Beschlusse der Lakedämonier an zweiter Stelle nach Lesbos und von da nach dem Hellespont gehen sollte. Zu gleicher Zeit wandte sich das Landheer der in zwischen angekommenen Lakedämonierund ihrer dortigen Bundes genossen gegen Klazomenai und Kpme. Das Landheer be fehligte der Spartiate Eualas, die Flotte der Periöke Dei uiadas. Die Flotte -aber ging zuerst nach Methymna und brachte es zum Abfall. Dort ließ man vier Schiffe und brachte dann auch Mytilene zum Abfall.