Die dreißig Schiffe der Athener kamen nun in die Thrakischen Gewässer und fanden Potidäa und die andern Plätze bereits abgefallen, und da es die Anführer für unmöglich hielten, mit der ihnen zu Gebote stehenden Macht den Perdikkas und die abgefallenen Städte zugleich zu bekämpfen, so wandten sie sich gegen Makedonien, wozu sie auch anfänglich ausgeschickt worden waren, und nachdem sie 100) lieber die Bemannung der Schiffe vgl. Bö«kh, Staatshaush. d. Athen. I, S. 287. Anmerk. (Kr.) — Hier kommen durchschnittlich 2Z Schwer» bewaffnete auf ein Schiff. eine feste Stellung genommen, begannen sie den Krieg in Gemeinschaft mit Philippos und den Brüdern des Derdas, welche aus dem Inneren mit Heeresmacht zur Küste gekommen waren.
Unterdessen schwebten die Korinther, weil Potidäa abgefallen war und die Athenischen Schiffe sich in den makedonishcen Gewässern befanden, wegen jenes Platzes in Furcht, und da sie die Gefahr als ihre eigene betrachteten, so schickten sie aus ihrer Stadt Freiwillige und Söldlinge aus dem übrigen Peloponnes, im Ganzen sechzehnhundert Schwerbewaffnete und vierhundert Leichtbewaffnete, ab. Anführer war Aristeus, des Adeimantos Sohn, und vorzüglich aus Freundschaft für diesen hatten sich die meisten korinthischen Freiwilligen angeschlossen, denn er stand von jeher mit den Potidäern in genauer Verbindung. Vierzig Tage nach dem Abfall Potidäa's landeten diese an der Küste des Thrakischen Gränzgebietes.