415 v. Chr. Danach — es war schon Mitte Sommers — erfolgte die Abfahrt nach Sieilien. Der Mehrzahl der Bundesgenossen war angesagt worden, daß sie mit den Getreideschiffen und den leichten Fahrzeugen und was sie sonst an Kriegsrüstung zum Zuge stellten, sich vorher bei Kerkyra zu sammeln hätten, da von dort aus Alle vereinigt über den jonischen Meerbusen nach dem Japygifchen Vorgebirge hinsegeln wollten. Die Athener selbst und die von den Bundesgenossen in der Stadt anwesend waren, zogen am angesagten Tage mit der Morgenröthe zum PiräeuS hinab und bestiegen die Schiffe, um unter Segel zu gehen. Mit ihnen zog so zu sagen das-gesammte Volk hinab, was von Bürgern und Fremden in der Stadt war, indem die Einheimischen, ein Jeder den Seinigen, das Geleit gaben, die Einen ihren Freunden, die Andern ihren Verwandten oder Söhnen. Und sie begleiteten sie, getheilt zwischen Hoffnung und bangen Klagen, — Hoffnung, jenes Land zu erobern, Bangigkeit, ob sie die Ihrigen jemals wieder sehen würden, wenn sie bedachten, wie weit von der Heimath weg sie über das Meer gehen sollten.