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Athener: „Weil euch die Unterwerfung daS furchtbarste Schicksal ersparen würde, und auch wir Gewinn davon hätten, wenn wir euch nicht zu Grunde richten müssen."
Ost. Melier: „Ihr würdet also nicht zufrieden sein, wenn wir euch aus Feinden Freunde würden und uns ruhig verhielten, ohne uns an einen der kriegführenden Theile mit den Waffen anzu- 416 v. Chr. schließen?"
Athener: „Nein; denn eure Feindschaft kann uns nicht so viel schaden als diese Freundschaft, die nur unsern Unterthanen unsere Schwäche offenbaren würde, während euer Haß ein Beweis unserer Macht wäre."
Melier: „Haben also eure Unterthanen einen solchen Begriff von Recht, daß sie die, welche euch gar Nichts angehen, mit denen zusammenwerfen, welche meist eure Pflanzvölker find und, nachdem sie zum Theil abgefallen, wieder unterworfen wurden?"
Athener: „Sie. glauben wohl, daß Keiner von Beiden weniger Rechtsgründe habe als der Andere; wenn aber Einer sein? Unabhängigkeit wahrt, so denken sie,, daß er es nur seiner-Macht zu danken hat-und daß wir ihm nur aus Furcht nicht zu Leibe gehen. Wenn ihr euch also uns unterwerft, so, vermehrt ihr einmal die Zahl unserer Unterthanen, und gewährt uns auch größere Sicherheit, zu-: mal wir eine Seemacht sind, und ihr Inselbewohner und schwächer als Andere seid — es mußte denn sein, daß ihr den-Sieg davon-trüget!"