Brasidas, der inzwischen etwas nähergerückt war, hatte, während er mit dem übrigen Heere stehen blieb, hundert Pel tasten vorausgeschickt, welche, sobald ein Tor geöffnet und das verabredete Zeichen gegeben wäre, zuerst eindringen sollten. Diese waren, während zu ihrer Verwunderung darüber längere Zeit verging, nach und nach bis dicht an die Stadt gelangt. Unterdessen hatten auch jene Toroner und die mit ihnen Ein gedrungenen drinnen das Ihrige getan, die Pforte gesprengt und das Stadttor am Markte, dessen Querbalken sie zer schlugen, geöffnet. Zuerst führten sie einige um die Stadt herum durch die Pforte herein, damit die nichts ahnenden Einwohner durch das plötzliche Erscheinen des Feindes im Rücken und auf beiden Seiten in Schrecken versetzt würden. Darauf gaben sie das verabredete Feuerzeichen und ließen dann auch die übrigen Peltasten durch das Tor am Markte in die Stadt.
Sobald Brasidas das Zeichen sah, brach er mit dem ganzen Heere auf und ließ es im Lauftritt mit Geschrei gegen die Stadt vorgehen, die dadurch in die äußerste Bestürzung geriet. Seine Leute drangen zum Teil gradeswegs durch das Tor ein, zum Teil über viereckige Balken, welche an der Stadtmauer tagen und beim Ausbau der verfallenen Mauer zum Hinaufbringen von Steinen benutzt werden sollten. Er selbst wandte sich mit der Mehrzahl gleich gegen die oberen Teile der Stadt, um sie von dort völlig in seiner Gewalt zu haben, während die übrige Masse sich nach allen Richtungen durch die Stadt verbreitete.