Als Delion siebzehn Tage nach der Schlacht genommen war und der Herold der Athener, der noch nichts davon wußte, bald nachher der Toten wegen wiederkam, beschieden ihn die Böotier nicht wie daS erstemal, sondern gaben die Toten heraus. Auf seiten der Böotier waren in der Schlacht nicht ganz fünfhundert gefallen, Athener nahezu tausend, darunter Hippokrates, ihr Feldherr, dazu eine große Zahl Leichtbewaff neter und Troßknechte.
Kurz nach dieser Schlacht fuhr Demosthenes, dem sein Plan, Siphai durch Verrat zu nehmen, damals mit der Flotte nicht gelungen war, mit Akarnaniern, Agraiern und vierhundert athenischen Hopliten an Bord nach Sikyon und versuchte im dortigen Gebiete eine Landung. Noch bevor alle Schiffe an gekommen waren, erschienen jedoch die Sikyoner auf dem Plan, schlugen die bereits Gelandeten in die Flucht und ver folgten sie an die Schiffe, wobei sie eine Anzahl töteten, andere gefangennahmen. Darauf errichteten sie ein Sieges zeichen und gaben die Toten unter Waffenstillstand heraus. In den Tagen der Kämpfe bei Delion erlitt auch der Odrysen- könig Sitalkes auf einem Zuge gegen die Triballer eine Niederlage und kam dabei ums Leben. Sein Neffe Seuthes, Sparadokos' Sohn, folgte ihm als König der Odrysen und seines thrakischen Reichs.