Die Lakedämonier aber feierten grade ein Fest, und da sie die Sache erfuhren, so legten sie ihr überdieß kein Gewicht bei und dachten, die Athener würden ihnen entweder gar nicht Stand halten, wann sie gegen sie anzögen, oder sie würden sie durch Berennung leicht in ihre Macht bekommen. Auch daß ihr eigenes Heer noch in Attika stand, war für sie Anlaß zur Zögerung. Die Athener aber, nachdem sie die Seite des Platzes gegen das Festland hin, und wo es sonst am meisten Noth that, innerhalb sechs Tagen ummauert hatten, ließen den Demosthenes mit fünf Schiffen als Besatzung daselbst zurück; mit 5) D. beabsichtigt, Messenier auS NaupaltoS (vgl. l, 103) nach Pylos zurückzuversetzen. Die Messenier redeten den dorischen Dialekt, vgl. IN, 112. 19* 425 v. Chr. den übrigen Fahrzeugen beschleunigten sie die Fahrt gen Kerkyra und Sieilien.
Als nun aber die Peloponnesier in Attika die Wegnahme von Pylos erfuhren, zogen sie in aller Eile nach der Heimath ab; denn die Lakedämonier und Agis waren der Ansicht, daß der Umstand mit Pylos sie sehr nahe betreffe. Zugleich aber, weil sie sehr zeitig eingefallen waren und als die Frucht noch grün war, fehlte für die Mehrzahl des Heeres die Nahrung und überdieß litt dasselbe auch durch die Witterung, welche für die schon fortgeschrittene Jahreszeit noch sehr rauh und stürmisch war. So trugen viele Umstände dazu bei, daß sie rascher abzogen und dieser Einfall an Dauer der kürzeste wurde; denn sie waren in Allem nur fünfzehn Tage in Attika gestanden. »