In demselben Sommer nach der Unterwerfung von Lesbos unternahmen die Athener unter Nikias, Nikeratos' Sohn, einen Zug nach der Insel Minoa, Megara gegenüber, wo die Me garer einen Turm erbaut hatten und eine Besatzung unter- hielten. Nikias hielt es für besser, Megara statt von Budoron auf Salamis künftig von hier ans nächster Nähe überwachen zu lassen, damit die Peloponnesier nicht von da, wie das früher vorgekommen war, unbemerkt mit ihren Trieren und Freibeuter- schiffen auskaufen könnten, zugleich auch, um Megara die Zu fuhr abzuschneiden. Zunächst zerstörte er von der See aus mit seinem Geschütz auf der Seite nach Nisaia zu zwei vor springende Türme, und nachdem er sich dadurch den Zugang in den Sund zwischen der Stadt und der Insel geöffnet hatte, sperrte er diese durch eine Mauer gegen das Festland ab, wo man der nicht weit vom Lande liegenden Insel auf einer über das flache Wasser geschlagenen Brücke zu Hilfe kommen konnte. Nachdem man damit in wenig Tagen fertig geworden war, legte er auf der Insel eine Schanze an, in der er eine Besatzung zurückließ, und zog darauf mit seinem Heere wieder ab.