Das also war der Zustand des Hellenischen Seewesens in den ältesten und den folgenden Zeiten; gleichwohl erwarben die, welche ihm oblagen, theils durch deu Geldzufluß, theils auch durch Ausbreitung ihrer Herrschaft keine geringe Macht. Sie griffen nämlich die Inseln an und unterwarfen sie, besonders wenn das eigne Gebiet sie nicht mehr ausreichend nährte. Zu Lande aber ereignete sich kein Krieg, welcher eine Vergrößerung der Macht hätte zur Folge haben können, und wenn solche etwa vorkamen, so wurden sie immer nur gegen die eigenen Gränznachbarn geführt; aus weite Heereszüge in fremde Länder aber und zur Unterwerfung Anderer gingen die Hellenen nicht aus, denn es gab weder Unterworfene, welche den mächtigen Städten ^durch gezwungene Beistandleistung^ solche Unternehmungen hätten erleichtern können, noch auch wurden gemeinsame Heereszüge mit gleichem Recht für Alle unternommen. Unter einander ^d. h. ohne Bundesgenossen^ aber führten sie wohl Krieg, ein Jeder mit seinem Nachbar. Am meisten noch fand eine allgemeinere Parteinahme in dem alten Kriege zwischen den Chalkidiern und Eretriern Statt, wo auch das übrige Griechenland auf der einen oder der andern Seite mitkämpfte^). 48) Besonders Gelon von Syrakus. Herab. VII, 153. (Kr.) 49) In diesem Kriege standen die Milesier ans Seiten der Eretricr, die