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Schon während die Peloponnesier sich auf dem Isthmus sammelten und auf ihrem Marsche noch nicht nach Attika ge­ langt waren, vermutete Perikles, Xanthippos' Sohn, damals selbzehnter Feldherr in Athen, als er den Einfall kommen sah, daß Archidamos, als sein Gastfreund, aus persönlicher Freund­ schaft seine Besitzungen außerhalb der Stadt schonen und viel- leicht nicht mit verwüsten würde, oder daß wohl gar die Lake­ dämonier ihm Befehl dazu erteilen könnten, um Mißtrauen gegen ihn zu erregen, wie sie ja auch schon vorher seinetwegen die Sühne des Frevels verlangt hatten. Er erklärte deshalb den Athenern in der Volksversammlung, wenn Archidamos auch sein Gastfreund sei, so solle das seinen Mitbürgern nicht zum Schaden gereichen, und falls etwa die Feinde seine Häuser und Felder nicht ebenso verwüsten würden wie die übrigen, so trete er sie, um nicht in Verdacht zu kommen, hiermit der Stadt zu Eigentum ab. Wie früher riet er ihnen auch jetzt wieder, sich auf den Krieg einzurichten, vom Lande alles in die Stadt zu schaffen und sich draußen auf keine Schlacht ein­ zulassen, sondern sich auf die Verteidigung der Stadt zu be­ schränken, namentlich aber die Flotte, worin denn doch ihre Stärke bestehe, in guten Stand zu setzen. Die Bundesgenossen müßten sie in der Hand behalten, denn deren Steuern seien das Rückgrat ihrer Macht, da im Kriege das meiste auf Klug­ heit und Geld ankomme. Übrigens brauchten sie sich keine Sorgen zu machen; denn abgesehen von sonstigen Einkünften nähme die Stadt allein aus Steuern der Bundesgenossen alle Jahre durchschnittlich sechshundert Talente ein, und außerdem befänden sich im Schatze auf der Burg sechstausend Talente geprägtes Silber. - Der höchste Betrag war neuntausendsieben­ hundert Talente gewesen, davon aber waren Auslagen für die Propyläen und andere Bauten betsritten. - Dazu kämen an ungeprägtem Gold und Silber, an öffentlichen und Privat­ weihgeschenken und an dem, was an heiligen Geräten für fest­ liche Aufzüge und Spiele, an Perserbeute und dergleichen vor­ handen sei, mindestens fünfhundert Talente. Nötigenfalls könne man auch noch auf recht ansehnliche Schätze in den übrigen Tempeln und, wenn alle Stricke reißen sollten, auf das goldene Gewand der Göttin greifen, an deren Standbilde, wie er ihnen nachwies, sich vierzig Talente reines Gold befänden, das alles abgenommen werden könne, später freilich, wenn man sich dessen in der Not bediene, voll ersetzt werden müsse. Auf diese Weise suchte er sie über die Zulänglichkeit ihrer Geldmittel zu be- ruhigen. Ihre Streitkräfte anlangend, rechnete er ihnen vor, sie hätten dreizehntausend Mann schweres Fußvolk ohne die Besatzungen in den festen Plätzen und die sechzehntausend zur Bewachung der Mauern. So viel aus den ältesten und jüngsten Jahrgängen und den Schutzverwandten entnommene Hopliten waren nämlich gleich anfangs für den Fall eines feindlichen Angriffs zum Dienst auf den Mauern bestimmt. Die Länge der phalerischen Mauer bis an die Ringmauer der Stadt betrug fünfunddreißig Stadien und die der Ringmauer selbst, soweit sie besetzt wurde, dreiundvierzig Stadien; denn ein Teil, das Stück zwischen der langen und der phalerischen Mauer, wurde nicht besetzt. Die langen Mauern nach dem Peiraieus, von denen jedoch nur die äußere besetzt wurde, waren vierzig Stadien lang. Die Mauer um den Peiraieus mit Einschluß von Muny­ chia war im ganzen sechzig Stadien lang, und etwa die Hälfte davon wurde besetzt. An Reiterei, gab er weiter an, hätten sie mit Einschluß der reitenden Bogenschützen zwölfhundert Mann, Bogenschützen zu Fuß sechzehnhundert, an Kriegsschiffen aber dreihundert seetüchtige Trieren. So viel und von allem mindestens so viel hatten die Athener damals in der Tat, als der erste Einfall der Peloponnesier bevorstand und sie in den Krieg gingen. Aber auch sonst sagte ihnen Perikles, wie bei jeder Gelegenheit, auch diesmal noch alles mögliche, um ihnen zu beweisen, daß sie den Krieg siegreich bestehen würden.

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