Den Beschluß, daß der Friede gebrochen und der Krieg unvermeidlich sei, faßten die Lakedämonier aber nicht sowohl ihren Bundesgenossen zu Gefallen, als vielmehr aus Furcht vor dem weiteren Anwachsen der Macht der Athener, die ja schon damals weitaus den größten Teil aller Griechen ihrer Herrschaft unterworfen hatten.
Daß aber die Athener mit der Zeit^zu solcher Macht ge langt waren, hing so zusammen. Nachdem die Perser, zu Wasser und zu Lande besiegt, aus Europa abgezogen und auch die zu Schiff entkommenen Reste ihres Heeres bei Mykale ver nichtet worden waren, ging Leotychides, der König der Lake dämonier, der bei Mykale den Oberbefehl über die Griechen geführt hatte, mit den Bundesgenoffen aus dem Peloponnes wieder nach Hause. Die Athener aber und die inzwischen vom Könige abgefallenen Bundesgenossen aus Jonien und vom Hellespont hielten aus und belagerten Sestos, wo sich die Perser noch behaupteten. Auch brachten sie, nachdem der Winter darüber hingegangen und die persische Besatzung schließlich abgezogen war, die Stadt in ihre Gewalt. Darauf kehrten sie mit ihren Schiffen vom Hellespont alle in ihre Heimat zurück.